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Hormonspirale: von Ärzt*innen gepriesen – von Geschädigten verteufelt!

Theresa ist 25 Jahre alt, Studentin, kommt aus Niederbayern, Deutschland und hat bis vor ein paar Monaten, zehn Jahre lang hormonell verhütet. Die letzten zweieinhalb Jahre davon mit der einer Hormonspirale für junge Frauen. Wie die Hormone sie physisch und psychisch an den Rand der Verzweiflung brachten, erzählt sie uns hier. 

Im Herbst 2016 erfuhr Theresa (Name wurde geändert) durch ihre beste Freundin von einer „tollen Alternative zur Pille, die nur lokal wirkt und vergleichsweise wenig Hormone enthält“ – der Hormonspirale. Theresa informierte sich bei ihrer Gynäkologin.

 

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© Melissa Tscharnuter

„Als meine Frauenärztin mir die Vorteile der Hormonspirale aufzählte, war ich begeistert. Es schien keinen einzig negativen Aspekt zu geben. Meine Tage hieß es, würden vermutlich ausbleiben und dass die Hormone nur lokal wirkten, sei ebenfalls ein Vorteil. Rückblickend gesehen, hätten meine Alarmglocken da schon schrillen sollen – wie sollen Hormone denn nur lokal wirken. Ich wünschte, man hätte mich damals anständig und ehrlich beraten“, so Theresa.Die Frauenärztin gab Theresa eine Broschüre und einen Termin zum Einsetzen der Spirale. Eine Packungsbeilage hat sie nie zu Gesicht bekommen. Der besagte Termin kam und Theresa wurde die Hormonspirale eingesetzt.

„Das Einsetzen hat furchtbar weh getan. Ich lag danach erst einmal eine halbe Stunde im Nebenzimmer, weil mein Kreislauf zusammengeklappt ist.“ Erfahrungsberichten im Netz zu Folge stellt das Einsetzen bei vielen Mädchen und Frauen ein schmerzhaftes Unterfangen dar. Das deutsche Ärzteblatt hingegen schreibt hierzu, dass „65 Prozent der Patientinnen [die Einlage] als nicht oder nur leicht schmerzhaft [empfanden].“

Gute Zeiten

Zurück zu Theresa. Nach anfänglichen Schmerzen vergingen Wochen und Monate ohne große Auffälligkeiten: „Ich bekam meine Tage nicht mehr, meine Haut war rein, ich musste mich um nichts kümmern. Es lief alles wunderbar. Gut, ich war nach der Uni ab und zu richtig erschöpft und musste mich teilweise für drei Stunden hinlegen und das täglich. Ich dachte mir aber, dass das am Unistress liegen würde. Es verging dann auch wieder.“

Schlechte Zeiten

Doch dann kam der Umschwung. Im Sommer 2018 – zwei Jahre nach dem Einsetzen der Hormonspirale – hatte Theresa immer wieder Blasenentzündungen. „Keine Leichten, sondern richtig Schlimme. Ich habe jedes Mal Antibiotika nehmen müssen.“ Nach der fünften Blasenentzündung innerhalb von drei Monaten ließen sich Theresa und ihr Freund auf Geschlechtskrankheiten testen, waren bei einem Urologen und versuchten herauszufinden, was die Ursache der Blasenentzündungen war. Doch niemand fand irgendetwas. Die Frage, ob es an der Hormonspirale liegen könnte, beantworteten sowohl die Urologen*innen, als auch die Frauenärzte*innen mit einem klaren „Nein“. Die Situation war für Theresa aussichtslos. Wochen und Monate vergingen und nichts änderte sich.

Winter und Kälte

In der kalten Jahreszeit hat Theresa das Haus nur dick in Kleidung eingepackt verlassen, um eine weitere Blasenentzündung zu vermeiden. An kalten Tagen wagte sich Theresa nicht mehr mit Turnschuhe und Jeans außer Haus, weil sie Angst hatte sofort wieder eine Blasenentzündung zu bekommen.Theresa hatte vor der Hormonspirale schon ab und zu Blasenentzündungen, aber nie so oft hintereinander. 

Ich traute mich nicht mehr mit Turnschuhen und Jeans außer Haus, weil ich Angst hatte sofort wieder eine Blasenentzündung zu bekommen.

Außerdem war sie täglich unglaublich müde. Konnte sich nicht konzentrieren, hatte schlechte Laune, war todtraurig – grundlos. Theresa konnte teilweise nicht mal mehr in den Supermarkt gehen, weil sie dort einmal eine Art Panikattacke hatte und ihr alles zu viel wurde. „Die Leute, der Lärm, alles verschwamm vor meinen Augen“, erzählt Theresa. Auch ihr Freund erkannte sie kaum wieder, weil sie sich so stark veränderte.

Das Zwicken

Theresa suchte regelmäßig einen Arzt auf, da ihre „Blase ständig zwickte“ und sie die nächste Entzündung schon kommen sah. „Am Anfang zwickte es immer nach dem Pinkeln, das war für mich das Zeichen, dass es wieder losging.“ Erst dachte sie, dass sie sich basischer ernähren müsse. Theresa trank literweise Kamillentees, Blasen- und Nierentees und basische Kräuterteemischungen. Sie mied Alkohol, Zucker und saure Lebensmittel, doch auch das half nichts. Dann war sie plötzlich überzeugt davon, depressiv zu sein. Das äußerte sich dadurch, dass Theresa immer häufiger – ganz ohne Auslöser – zu weinen begann. 

Ich dachte, dass irgendetwas mit mir nicht stimmte. Ich fing urplötzlich an zu weinen, ohne Grund, ohne Auslöser, einfach so .

Theresa erkannte sich selbst nicht mehr. Sie war immer ein sportlicher, lebensfroher, aktiver Mensch, der mit Freunden unterwegs war. Damals war ihr alles viel zu viel und sie wollte nicht mal mehr meine engsten Freunde sehen. Stattdessen hing die junge Frau in einem richtig tiefen Loch drin und fand keine Erklärung dafür. 

Theresas Blase „zwickte“ unaufhörlich weiter. „Es fühlte sich wie eine Blasenentzündung im Frühstadium an. Jedes Mal, wenn es wieder zwickte, geriet ich sofort in Panik, verbrühte mir die Haut in heißen Sitzbädern, trank Unmengen an Tee und schmiss alles Mögliche an pflanzlichen Medikamenten ein, weil ich schon so viel Antibiotika genommen hatte.“ Doch weiterhin keine Veränderung. Anfang Januar hatte sie in ihrer Heimatstadt eine so schlimme, vermeintliche Blasenentzündung, dass sie vom Krankenwagen abgeholt werden musste.

„Es war morgens, ich stand auf, ging aufs Klo und es zwickte schon wieder. Ich machte mir sofort einen Tee und eine Wärmflasche. Doch es wurde immer schlimmer.“ Theresa saß ewig am Klo und wollte nicht mehr aufstehen, weil es so schmerzhaft war. Irgendwann fing sie an nach ihrer Schwester zu schreien, weil sie es nicht mehr aushielt. Sie weinte, schrie und krümmte mich vor Schmerzen. Die Schwester rief ihre Mama und Theresas Freund an, die sofort nach Hause kamen. Theresa hing mittlerweile nur noch wie ein Häufchen Elend über der Toilette, pinkelte Blut, weinte und schrie, dass es raus muss und konnte sich nicht mehr bewegen. Meine Mutter verständigte sofort den Notarzt. Als die Sanitäter kamen, war die junge Frau nicht mehr ansprechbar, sondern in absoluter Panik und nur noch am Schreien. Die Ärzt*innen verabreichten ihr etliche Ladungen an Schmerzmittel. Dadurch war Theresa völlig weggetreten und konnte aus ihren verquollenen Augen kaum mehr etwas sehen. Im Krankenhaus wurde sie wieder mit Antibiotikum vollgepumpt. Ein paar Tage verbrachte sie dort, weil sie von oben bis unten durchgecheckt wurde – inklusive Blasenspiegelung. Aber die Ärzt*innen fanden nichts. Besser noch: ich hatte nicht einmal eine Blasenentzündung. Erklären konnte sich das keiner. Es hat einfach keinen Sinn ergeben.“

Theresa war am Ende. Ihr psychischer Zustand hatte sich mittlerweile extrem verschlechtert: „Ich hatte Angst, dass ich nie wieder gesund werden würde, dass ich in psychiatrische Behandlung müsste und nie wieder lachen könnte. So schlecht ging es mir noch nie. Ich hatte ständig Panikattacken und steigerte mich in die absurdesten Dinge rein. Meine Eltern waren vollkommen fertig, weil sie nicht wussten, wie sie oder sonst wer mir noch helfen hätte können.“

Ein Lichtblick

Zufällig stieß Theresa bei ihrer Recherche bezüglich der Ursachen von Blasenentzündung auf den Punkt Hormonelle Verhütung und wurde fündig. Sie entdeckte etliche Websites mit Erfahrungsberichten und dann auch eine Facebookgruppe, in die sie dann auch aufgenommen wurde.

Als ich die Texte anderer Frauen, egal ob jung oder alt las, stiegen mir die Tränen in die Augen, weil ich meine Leidensgeschichte plötzlich in den Worten anderer wiederfand.

Theresa war plötzlich nicht mehr alleine und wusste, dass ich nicht verrückt war, sondern die Hormonspirale der vermutliche Auslöser war. Im Vergleich zu anderen Fällen bin ich sogar noch gut davongekommen.“ Kurz darauf – im März 2019 – wollte Theresa sich die Hormonspirale bei einer Vertretungsärztin entfernen lassen, da sie sich zu 100% sicher war, dass die Spirale der Ursprung ihres Leids war. „Ich hatte sogar einige Posts von Mitgliedern der Facebookgruppe gefunden, indem die Betroffenen ebenfalls von ständig wiederkehrenden Blasenentzündungen berichteten.“ Womit Theresa dann bei der Frauenärztin konfrontiert wurde, raubte ihr den Glauben an die Menschheit.

Raus damit!

„Ich saß bei der Frauenärztin im Behandlungszimmer und erzählte ihr von meiner Geschichte, von meinen Symptomen und den Informationen, die ich zu der Hormonspirale im Netz gefunden hatte.“ Sie wollte Theresa erst überzeugen, dass doch ihre Frauenärztin ihr die Spirale ziehen sollte, dass die Symptome sicher nicht von der Spirale kamen und dass sie Theresa jetzt auch nicht helfen könne. Doch Theresa blieb stur und bestand darauf, dass die Hormonspirale entfernt werden sollte. Die Gynäkologin stocherte zehn Minuten in Theresas Unterleib rum und meinte immer nur, sie fände nichts und sie bräuchte Spezialwerkzeug. Nachdem Theresa ihr gesagt habe, dass sie Frauenärztin ist und wenn nicht sie die Werkzeuge hat, wer denn bitteschön dann, fand sie sie plötzlich und entfernte die Spirale. Danach verließ Theresa ohne große Worte das Zimmer. „Mir fiel ein Stein vom Herzen“, berichtet die junge Frau.

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© Viola Stolfig

Die nächsten Wochen waren nicht einfach. „Die Symptome blieben vorerst, wurden jedoch immer besser“. Zwei Wochen nach der Entfernung der Spirale hatte Theresa das allerletzte Mal dieses Zwicken in der Blase. Seitdem hat sie keine Schmerzen oder Blasenentzündungen mehr. Theresa achtete auf ihre Ernährung, las sich in das Thema der hormonellen Verhütung weiter und weiter ein, nahm Nahrungsergänzungsmittel und half ihrem Körper beim Entgiften. Heute – zehn Monate nachdem sie die Spirale entfernen ließ, ist sie deutlich besser drauf. „Es gibt Phasen da geht es mir immer noch miserabel, ich bekomme dann Panikattacken, habe Stimmungsschwankungen und bin oft ziemlich müde, aber wenn ich auf die letzten Monate zurückblicke, habe ich eine 180 Grad Wendung hingelegt. Darüber bin ich mehr als nur froh.“ Theresa Freundin, die ihr von der Hormonspirale erzählt hatte, ließ sich die Hormonspirale ebenfalls nach einem Jahr wieder ziehen. Sie hatte davon schlimme Akne bekommen, depressive Verstimmungen, war müde und antriebslos.

Hormonspirale: Wir sitzen alle in einem Boot

Vielen Mädchen und Frauen erging es ähnlich. Das Netz ist mittlerweile voll von Geschichten, die wie Theresas sind – teilweise noch deutlich schlimmer. Auch in der Facebookgruppe Mirena/Jaydess/Kyleena – Hormonspirale berichten Frauen von Panikattacken, Depressionen, Unruhe, Schlaflosigkeit, Blasenentzündungen, Zystenbildung, Hashimoto, und vielen weiteren Nebenwirkungen. Die Medien hingegen berichten kaum oder nur sehr wenig darüber. Oft müssen sich Betroffene anhören, dass sie einen Knacks hätten oder zum Psychiater gehen sollten. Trotz der mittlerweile besseren Reichweite des Themas im Netz, sind noch zu viele Frauen unwissend. Durch mangelhafte Beratung, oft auch bei Frauenärzt*innen, fehlendes Verständnis und zu wenig Hilfestellung, wird sich diese Situation nicht wandeln. Theresa hofft, dass sich das in Zukunft ändert. Sowohl was die Aufklärung über die Nebenwirkungen anbelangt (einen Beipackzettel zur Spirale hat sie nie bekommen), als auch die angemessene, ehrliche Unterstützung durch Ärzte*innen. Denn letztendlich sitzen wir doch alle in einem Boot!

Die sprachgewandte Schlaumeierin aus München stieg einmal auf Sumatra in den falschen Flieger ein und landete im Publizistikstudium an der Uni Wien. Als erklärter Food-Fan kocht sie gern, ist aber auch sehr belesen. Ist sehr stolz auf ihren Philodendron.

Comments
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    V.

    Hi you, danke für den Artikel. Ich habe seit ein paar Monaten on/off eine Blasenentzündung und bin so massiv im Alltag eingeschränkt und nachdem 3 verschiedene Frauenärztinnen mir nicht geholfen haben, hat schließlich ein Urologe gemeint, dass die Spirale und die Blasenprobleme (die ich bisher nie hatte) definitiv zusammenhängen können. Ich hab nachgefragt, und er meinte dass es einigen Patientinnen so ginge.
    Ich bin so wütend auf das Gesundheitssystem und dass Gyäkolog*innen so genervt sind, wenn man Verhütungsmittel hinterfragt und mehr Infos fordert. Ich wurde kein bisschen aufgeklärt und das obwohl ich wahnsinnig viel gefragt habe.
    Ich lass mir die Spirale bald entfernen und hab Hoffnung dass die Beschwerden dann endlich weggehn.
    LG aus Berlin, V.

    8. Mai 2022
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    Michaela Neumeier

    Wahnsinn diese zwicken in der Blase habe ich auch und auch ich habe eine blutige Entzündung gehabt . Hatte ich früher nie.
    Seither nur noch Probleme ohne Befund. War bei tausend Ärzten. Spirale ohne hormone ist noch drin seit 5 Jahren, aber jetzt kommt sie raus. Ich hab jedoch 3 Kinder und kann und will kein 4 mehr. Kondome sind auch nicht die Wahl.

    17. März 2022
  • Avatar

    Omg!

    Danke für deine Zeit, diesen Text zu verfassen. Mir kamen gerade die Tränen. Mach mir heute noch einen Termin zum Ziehen aus. Habe schon länger die Vermutung das da ein gewisser Zusammenhang besteht. Meine Mama hat mir damals schon abgeraten davon, hätte ich bloß ihrem Gefühl vertraut. Das Gefühl komplett irre zu werden, dabei täglich eingeschränkt zu sein, weil man schon manchmal gar nicht mehr aufstehen und sich bewegen mag belastet schon sehr. Das ist unbeschreiblich. Ich bin selbständige Hundetrainerin und habe mittlerweile schon mehrere Stunden verschieben müssen, musste während meiner Kurseinheiten etc. mehrmals aufs Klo. Obwohl meine Hund-Mensch-Teams sehr verständnisvoll sind, so muss ich sagen ist es dennoch unangenehm und man kommt sich so hilflos vor. Außerdem schwindet das Verständnis für einen selbst bzw. die Geduld. Die Lebensqualität leidet darunter außerdem enorm.

    Ich bin gespannt wie sich das Entfernen der Spirale auf meine Situation auswirkt, muss aber sagen, dass ich ein gutes Gefühl dabei habe und gleichzeitig die Angst das es dennoch nie aufhören wird.

    Ich denke daran, das Ganze auf Instagram zum Mitverfolgen zu posten damit mehr Frauen/Mädls auf die Thematik aufmerksam werden und evtl. für sich neue Wege finden.

    Drückt mir die Daumen. Ich wünsche allen die auch unter diesem ständigen Druck leiden Erleichterung und einen Weg diesen Druck zu beseitigen.!

    🥰🙏🤗

    9. März 2022
  • Avatar
    Selina

    Hallo du Liebe,
    ich könnte den Text selber verfasst haben bin so verzweifelt und keiner kann mir helfen leide jeden Monat mindestens an zwei Blasenentzündungen es ist schrecklich!
    Mir kann keiner helfen habe mir die Spirale rausnehmen lassen vor 6 Jahren und dann fing es damit an, vielleicht können wir uns mal austauschen.
    Lg

    14. Juli 2021
  • Avatar
    Nadja

    Kupferspirale (keine Hormone, aber das gleiche Problem)
    Hallo zusammen
    der Text hat mich grad fast zum heulen gebracht. Ich habe schon seit je her häufiger Blaseninfekte als andere (seit Kindheit) jedoch seit ich die Spirale habe ist es die Hölle auf Erden. Alle Ärzte bestätigen mir immer wieder dass die Kupferspirale (wenn dann die Hormonspirale, da sie das Bakterienklima der Scheide verändert, aber SICHER NICHT die Kupferspirale) solche Probleme macht. Jedoch nehme ich das 10. Antibiotika innert 6 Monaten und kaum setze ich ab, beginnt der Spass von vorne. Ich nehme mittlerweile alles auf pflanzlicher Basis was man nehmen kann. Habe eine Urovaxom Schluckimpfung begonnen, die ich aufgrund einer erneuten Infektion wieder abbrechen musste.
    Eine Blasenspiegelung ergab nun eine Leukoplakie der Harnblase durch die vielen Infekte (weisse verdickte Blasenschleimhaut). Nun will ich mir die Spirale ziehen lassen. Sie liegt seit über 4 Jahren. Ich habe jeweils ca. 10 Tage Blutungen und 14 Tage Pause, dann erneut meine Menstruation. Durch diesen sehr kurzen Zyklus mit der langen Blutung (der definitiv von der Spirale komm) ist mein Bakterienklima in der Scheide ebenfalls komplett durcheinander, dazu kommt der ewige Eisenmangel mit Anämie durch die heftige Blutung. Trotzdem beharrt der GYN darauf, ich solle die Spirale noch liegen lassen. Aber ich kann nicht mehr.

    Einerseits glaube ich schon, dass die Kupferionen ja eine chronische leichte Entzündung der Gebärmutterschleimhaut auslösen sollen, wodurch die Einnistung des Eis gehemmt wird, andererseits ist durch das Vorhandensein der Spirale ein permanenter Reiz der Schleimhäute durch den Fremdkörper gegeben.

    Meines Erachtens ist die Blase nun durch die Infekte einfach so geschwächt, dass diese zusätzliche Reibung direkt am Nachbarorgan einfach zu viel ist. Daher glaube ich sehr wohl an einen Zusammenhang egal wie viele Ärzte mir versichern, das sei nicht so.

    12. Juli 2021
  • Avatar
    Sonja G.

    Hallo! 🙂

    Mir geht es genauso – ich habe seit diesem Jahr schon mittlerweile das 18. Antibiotikum aufgrund von meiner mittlerweile schon fast chronischen Blasenentzündung. Ich hatte nun auch schon eine Spiegelung und mehrere andere Untersuchungen und keiner kann mir so wirklich sagen, von wo das Ganze kommt… Ich hatte ja schon die Vermutung, es sei von der Spirale (Jaydess). Die Ärzte meinten jedoch alle das könne nicht davon kommen.

    Genau dieser Text, den du fabriziert hast, könnte 1:1 von mir stammen. Ich muss mir jeden Tag danach richten. Das ist mittlerweile keine Lebensqualität mehr. Vielleicht hast du ja Lust, mir mal eine Mail zu schreiben und mir zu erzählen, wie es dir nun ergeht damit? Würde mich sehr freuen!! 🙂
    Liebe Grüße,

    Sonja

    7. Dezember 2020
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