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LGBTQIA+ … What?!

Egal ob schwul, lesbisch, oder bi, wir alle sind Menschen und haben unsere eigene Geschichte zu erzählen. Und genau deshalb bietet Klammerauf Mitgliedern der LGBTQIA+ Community ein Sprachrohr um Erfahrungen, Ansichten und Wünsche zu teilen und diese an dich zu bringen damit LGBTQIA+ kein Fremdwort bleibt.

LGBTQIA+? Was genau bedeutet das und was hab ich damit zu tun?

Die LGBTQIA+ Community ist die Gemeinschaft aller „nicht-heterosexuellen“ Menschen. Dabei geht es jedoch nicht nur um die sexuelle Orientierung, sondern auch um romantische Beziehungen, die eigene Identität und Toleranz. Dieser Artikel soll die LGBTQIA+ Gemeinschaft entfremden und Mitgliedern ein Sprachrohr für ihre persönlichen Erfahrungen und Meinungen bieten. Damit du als Leser aufgeklärt wirst und LGBTQIA+ Mitglieder von Fremden zu Freunden werden.

Doch wofür steht LGBTQIA+ eigentlich?

Lesbian: Frauen, die sich romantisch und / oder körperlich zu anderen Frauen hingezogen fühlen

Gay: Männer, die sich romantisch und / oder körperlich zu anderen Männern hingezogen fühlen

Bisexual: Personen, die sich romantisch und / oder körperlich zu zwei oder mehreren Geschlechtern hingezogen fühlen.

Transgender: Personen, die sich nicht mit ihrem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren.

Queer: Personen, deren sexuelle Interessen nicht in die gesellschaftliche Norm passen.

Intersexual: Personen, deren Geschlechtsteile medizinisch nicht eindeutig dem weiblichen oder männlichen Körper zugeordnet werden können.

Asexual: Personen, die kaum oder keine sexuelle Anziehung zu anderen Personen fühlen. Und Aromantic: Personen, die kaum oder keine romantische Anziehung zu anderen Personen fühlen.

+ Das Plus steht für alle anderen sexuellen Orientierungen, welche nicht aufgezählt werden.

Erreichte Meilensteine der LGBTQIA+ Community in Österreich

Ein erster wichtiger Meilenstein für die LGBTQIA+ Community in Österreich ist die seit 1. Jänner 2019 bestehende Möglichkeit für gleichgeschlechtliche Paare eine eingetragene Lebenspartnerschaft einzugehen. Der Sieg von Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest 2014 bringt zwar politisch nichts weiter, ist aber nichtsdestotrotz ein wichtiges kulturelles Ereignis. Ein Jahr später, im Sommer 2015 werden die Ampelpärchen für den in Österreich stattfindenden Song Contest auf die Gehsteige Wiens gebracht und wegen des großen Medieninteresses und Zuspruchs auch noch nach dem Contest beibehalten. Seit 1. Jänner 2016 ist es auch gleichgeschlechtlichen Paaren erlaubt Kinder zu adoptieren und ein relativ neues politisches Ereignis ist, die seit 1. Jänner 2019 in Kraft getretene, Öffnung zur standesamtlichen Eheschließung gleichgeschlechtlicher Partner. Es gibt jedoch  einige europäische Länder, welche schon vor Österreich die gleichgeschlechtliche Ehe geöffnet haben und zwar Norwegen, Schweden, Großbritannien, Belgien, Frankreich, Spanien, Portugal, Island und die Niederlande.

Laut einer 2016 entstandenen Studie bezeichnen sich etwa 6.2 Prozent der Bevölkerung als schwul, lesbisch, bisexuell oder transgender. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist das im höheren Sektor. Interessant dabei ist, dass in Österreich überdurchschnittlich viele 50-65 jährige angaben, sie gehören zur LGBT Community und zwar 9.2 Prozent.

Trotz aller Meilensteine die Österreich in der LGBTQIA+ Szene politisch und gesellschaftlich erreicht hat, nimmt die Diskriminierung gegenüber nicht-heterosexueller Personen zu statt ab. Veraltete Ansichten, konservative Denkweisen und sonstige Gründe treiben Menschen nach wie vor dazu verletzende Kommentare über anders orientierte Personen zu äußern die bis zur Hetze führen können. Um einer solchen Diskriminierung entgegenzuwirken ist es wichtig LGBTQIA+ zu verstehen und die eigene Sichtweise auszuweiten, sowie Gespräche mit anders denkenden Personen zu suchen und im Falle einer Diskriminierung einzugreifen und Zivilcourage zu beweisen. Denn die sexuelle Orientierung und das angeborene Geschlecht kann sich niemand aussuchen. Um Vorurteile gegenüber der LGBTQIA+ Community aufzubrechen hat Klammerauf mit Menschen gesprochen, die dieser Szene angehören.

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© Jakob Halmer

Pandora Nox (26)

Pandora Nox besitzt ein abgeschlossenes Medizinstudium, hat ihren Traumjob jedoch woanders gefunden. Statt Ärztin zu werden hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht und tritt gemeinsam mit ihrem Tanzpartner Philisha Conditioner als Drag Queen bei diversen Veranstaltungen auf. Neben dem Tanzen setzt sie sich leidenschaftlich für Straßenhunde ein, geht gerne ins Fitnessstudio und verbringt Zeit mit ihrer Partnerin.

Als Pandora in der Grundschule über Sexualkunde aufgeklärt wurde, wurde ihr  bewusst, dass es mehr Möglichkeiten geben muss als das typische „Mann und Frau“. Sie meint, „man bekommt das quasi von der Gesellschaft ´reingeprügelt“, dass man als Frau einen Mann braucht um später Kinder zu haben.“ Die Erkenntnis, dass sie nicht hetero ist, war immer da, nur „das einer konservativen Kleinstadt in Österreich zu erklären ist wieder eine andere Geschichte.“, erinnert sie sich.

Ein Coming Out in diesem Sinne hatte sie nie, da es ihrer Meinung nach überflüssig ist ein riesiges Ding aus so etwas simplen und natürlichen zu machen. Sie geht sehr offen mit ihrer sexuellen Orientierung um und hat auch einen toleranten Freundeskreis, der sie in jeglicher Hinsicht unterstützt. Ihre Offenheit, insbesondere auf den sozialen Medien, hat schon zu einigen Kontroversen und anstößigen Kommentaren geführt aber davon lässt sich Pandora Nox nicht unterkriegen. „Menschen, die andere Leute mobben oder diskriminieren, sind meistens selber sehr unsicher und mit sich selber nicht im Reinen und müssen deswegen ihren Frust an anderen auslassen!“ Auch innerhalb der LGBTQIA+ Community gibt es Ablehnungen von bestimmten Untergruppen oder ein fehlendes Verstehen aber Pandora macht sich nicht viel Gedanken darüber, sie sagt:

„Ich bin eine Person, die im öffentlichen Leben steht und mach was, das nicht jeder macht. Das heißt bei mir ist das eine 50/50 Chance, entweder man mag es oder man mag es nicht.“ 

Schwierigkeiten sieht sie als Drag beim Dating, da es schwer ist jemanden zu finden der mit dieser Art von Lebensstil gut zu Recht kommt. Für Pandora ist es nämlich auch wichtig, dass man als Partner*in nicht nur die Lebensziele des Anderen toleriert, sondern diese auch unterstützt und fördert. Essenziell ist auch, „dass man sich nicht unter seinem Wert verkauft und ruhig hohe Ansprüche haben kann.“ Zu ihrem Glück hat sie ihr Gegenstück schon vor 3 Jahren gefunden und sehr schnell hat sich daraus etwas Ernstes entwickelt. Einschränkungen sieht sie kaum, denn jedes Paar definiert ihrer Meinung nach die Zufriedenheit auf seine eigene Weise. Schwierigkeiten sieht sie nur beim Reisen, da sie als homosexuelles Pärchen zuerst auf die Gesetzte und Sicherheit für LGBTQIA+ Mitglieder achten müssen.

Zu der Meinung der Österreicher*innen über LGBTQIA+ meint sie, dass diese sich in den letzten Jahren gebessert hat. Das merkt sie daran, dass sie und ihr Tanzpartner immer mehr zu nicht LGBTQIA+ geführten Veranstaltungen eingeladen werden. Allgemein findet sie, „passiert einerseits sehr viel Gutes, andererseits entwickeln wir uns auch wieder ein paar Schritte zurück“, wenn man die politische Situation mit der von anderen Ländern vergleicht. Die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe betrachtet sie als positiv, versteht aber nicht warum diese überhaupt erst legalisiert werden muss und nicht selbstverständlich gehandhabt wird. Verbesserungswürdig sind für sie die Gleichberechtigung in jeglicher Hinsicht (beispielsweise gleich hohe Gehälter für Frauen) und mehr LGBTQIA+ Persönlichkeiten im österreichischen Fernsehen, da diese als Sprachrohr für die Community fungieren könnten.

 „Für die Zukunft wünsche ich mir Gleichberechtigung für alle, unabhängig von sexueller Orientierung, Geschlecht, Aussehen Und HautfarBE“

Rufino (19)

Rufino ist Physik-Student und verbringt seine Freizeit mit Kochen und Basketball spielen. Er ist geborener Philippino und hat vor etwa einem Jahr bemerkt, dass er bisexuell ist als er eine plötzliche Anziehung zu einem Jungen gefühlt hat.

„Ich dachte eigentlich schon immer, dass ich heterosexuell bin, bis ich diesen einen Jungen sah und mich in ihn verliebte.“

Anfangs war er von seiner Erkenntnis selbst verwundert, ist aber froh, dass er etwas, über einen doch recht großen Teil, von sich selbst herausgefunden hat. Sein bester Freund war von Rufino´s Aha-Erlebnis ebenso überrascht wie unterstützend bei seinem Eingeständnis. Er macht allgemein kein Geheimnis aus seiner sexuellen Orientierung, hat aber Angst sich vor seinen Eltern zu outen.

„Ich glaube, ehrlich gesagt, dass meine Eltern nicht hinter mir stehen würden, wenn ich ihnen von meiner Bisexualität erzählen würde, da sie sehr konservativ sind. Ich habe auch nicht vor es ihnen je zu erzählen.“

Wenn Rufino je selbst zum Opfer von Diskriminierung fallen sollte, wäre er entsetzt von dem Einmischen fremder Leute in das Privatleben anderer aber würde das Gespräch nicht suchen, da das seiner Meinung nach, keinen Sinn hätte. Fragen wie: „Bist du dir sicher?“ oder das allgemeine Zweifeln an seiner sexuellen Orientierung, weil er bis jetzt noch keine Erfahrung mit Männern gemacht hat, machen ihn wütend, da er sich selbst sicher ist. Beim Dating, meint Rufino, ist es schwer einzuschätzen, ob das Gegenüber interessiert wäre, da man einer Person ihre sexuelle Orientierung nicht immer ansieht. Ältere Menschen, vor allem in der Altersgruppe 50-60, haben seiner Meinung nach eine eher negative Einstellung gegenüber der LGBTQIA+ Community, aber in seiner Altersgruppe ist ihm noch niemand begegnet, der etwas dagegen hat. Im Vergleich zu anderen Ländern sieht Rufino Österreich als offen und tolerant an, was man zum Beispiel bei den Pride Events besonders stark wahrnimmt. Er glaubt, dass wenn es mehr Berichterstattung über dieses Thema geben würde, könnte sich LGBTQIA+ normalisieren und würde nicht mehr als etwas Abnormales angesehen werden.

„Für die Zukunft wünsche ich mir eigentlich nur, dass ich mein Physik Studium schaffe.“ -Rufino

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© Jakob Halmer

Paul (20)

Paul ist was ein Außenstehender als schwul bezeichnen würde, da er bis jetzt nur mit Männern etwas angefangen hat aber er ist sich selbst bei seiner sexuellen Orientierung noch nicht sicher. Er meint, er könne es nicht ausschließen, sich vielleicht einmal in eine Frau zu verlieben, wenn die Richtige kommt. Gemerkt hat Paul seine Homosexualität in der Pubertät, als er Männerkörper attraktiver als die von Frauen fand. Darüber geredet hat er aber länger mit niemandem und fühlte sich allein mit seiner Erkenntnis.

Vor 4 Jahren erzählte er einer guten Freundin zum ersten Mal, dass er homosexuell sei. Dabei war er nervös und brachte kaum ein Wort heraus, als er schließlich in Tränen ausbrach und gestand: „Ich muss dir etwas Wichtiges sagen“. Die Erleichterung danach war groß sein „Geheimnis“ erstmals jemanden anvertraut zu haben. Seinen Eltern hat er nicht ausdrücklich von seiner Homosexualität erzählt, aber seine Mutter erwähnt beim Thema Dating, es wäre völlig in Ordnung, wenn er später „mit einer Frau oder einem Mann nach Hause kommt.“

Seine erste schlechte Erfahrung mit Schwulenfeindlichkeit war im Urlaub, als ihm jemand das englische Schimpfwort „Faggot“ für Homosexuelle nachrief. Nach diesem Ereignis war Paul erstmals perplex, schockiert und psychisch ziemlich mitgenommen. Später ließ ein Mann in der U-Bahn einen negativen Kommentar über Pauls sexuelle Orientierung los, auf welchen hin Paul konterte. Was genau er gesagt hat, weiß er nicht mehr, „da war ich leider ziemlich b´soffen“, erinnert er sich. Mittlerweile hat sich sein Zugang zu solchen Personen gelockert, aber verletzen tun ihn solche Wörter noch immer.

Auch innerhalb der LGBTQIA+ Community wird man in Schubladen gesteckt, ausgegrenzt und äußerlich kritisiert. Paul meint, es gäbe auch unter Homosexuellen ein gewisses Schönheitsideal vom Mann, welches von den meisten bevorzugt werde. Wenn man diesem nicht entspricht, ist das Dating-Leben umso schwieriger. Er wünschte, dass Leute auch innerhalb der Community „supportive sind, zusammenhalten und sich auch gegenseitig unterstützen würden.“ Ein Spannungsfeld sieht Paul zwischen der politischen und der bürgerlichen Meinung von LGBTQIA+. Während mehr politische Parteien gegen die Ehe von homosexuellen Paaren stehen, ist die Mehrheit der Bevölkerung dafür.

„Heterosexuellen Menschen oder Ehepaaren wird ja nichts weggenommen nur weil Schwule dann auch heiraten dürfen. Ich verstehe generell nicht warum man sich dagegen wehrt.“

Die momentane politische Lage sieht er positiv, Paul würde sich hingegen mehr Ahndung von Diskriminierung von Homosexuellen wünschen und ein stärkeres Eingreifen der Polizei. „Wenn das und die absolute Gleichstellung in allen Ebenen erreicht ist, sehe ich den Auftrag der Politik zum Thema LGBTQIA+ für erledigt.“, meint er. Als Homosexueller einen Partner zu finden ist nach Paul auch nicht einfach, da allein rechnerisch schon weniger Leute in Frage kommen und die Möglichkeiten jemanden kennenzulernen auf Dating Apps und LGBTQIA+ Clubs beschränkt ist. Außerdem wird das zusätzlich erschwert wenn man bevor man die Möglichkeiten hat jemanden zu treffen, von jedem im Vorhinein in eine bestimmte Schublade gesteckt und allein schon vom Erscheinungsbild verurteilt wird.

„Für die Zukunft wünsche ich mir, dass jeder mit jedem machen kann was, wann und wie er / sie möchte. Und zusätzlich hätte ich noch gern einen Boyfriend.“ 

Julia S. (19)

Julia S. ist Studentin und Reise-Vloggerin auf YouTube. Sie bezeichnet sich als bisexuell und ist mit 15 durch eine lesbische Freundin darauf aufmerksam geworden. Gespräche über die eigene sexuelle Orientierung haben Julia nachdenklich gemacht und nach und nach kam sie zu dem Schluss, dass sie bisexuell ist. Für sie und auch ihre Familie war das ganz normal und auch keine große Sache, obwohl Julia noch nie klipp und klar ihre sexuelle Orientierung geoutet hat, ist es ihrer Familie bewusst. Die Reaktion ihrer Freundinnen zu ihrem Outing war „eigentlich total gechillt, aber ich mein´ wir sind im 1. Jahrhundert, da sollte das auch ganz normal sein.“, erzählt sie. Eine Sorge, welche Julia vom Aussprechen mit ihrer Familie hat ist, dass wenn sich eine Frau zu ihrer Bisexualität bekennt, dass das oft als eine Phase abgestempelt wird. Auch Fragen wie: „Bist du jetzt lesbisch?“, weil sie im Moment eine Frau als Partnerin hat oder Fragen nach einem Dreier auf Dating Plattformen kann sie nicht ausstehen.

Diskriminiert wegen ihrer sexuellen Orientierung wurde Julia noch nie, aber wenn das vorkommen sollte, „würde ich im ersten Moment gar nichts machen, wie eine Art Schockstarre, danach würde ich mich unglaublich ärgern und wenn ich es schaffe, würde ich auf die Person zugehen und ein Gespräch suchen, um den Grund hinter der Tat zu verstehen.“, vermutet sie. Julia denkt, dass eine homophobe Einstellung entweder auf die Erziehung oder auf die Religion zurückzuführen ist. Für ältere Generationen, welche noch nicht mit einer offenen Weltanschauung aufgewachsen sind, ist die LGBTQIA+ Gemeinschaft noch fremd und nicht so normal, wie es für jüngere Generationen der Fall ist.

Innerhalb der Community fühlt sie sich akzeptiert und unterstützt und diesen Zusammenhalt fühlt sie bei Gay Parades am stärksten. Beim Dating hat sie in der Theorie mehr Auswahlmöglichkeit, doch gibt es auch einige Männer und Frauen welche es nicht in Ordnung finden eine*n bisexuelle*n Partner*in zu haben. Auch ihre Offenheit erweist sich bei der Partner*innensuche als hilfreich.

„Österreich ist prinzipiell ein christliches, konservatives Land, aber Jugendliche sind doch allgemein aufgeschlossener. Beim Thema LGBTQIA+ gibt es da grobe Meinungsunterschiede, abhängig vom Alter.“

Die Politik wendet sich nach Julia hoffentlich zum Positiven. Schön, meint sie, wäre es auch wenn es einen größeren Anteil an LGBTQIA+ Politikern gäbe, denn der Anteil kann nicht groß sein, wenn ihr auf die Schnelle kein*e einzige*r Politiker*in in den Sinn käme, überlegt sie.

„Für die Zukunft wünsche ich mir, dass man akzeptiert wird so wie man ist und Leute offener werden und nicht alles nur aus einem Blickwinkel betrachten. Außerdem sollte es möglich sein offen miteinander zu kommunizieren, ohne dass man sich gleich angeht.“ 

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© Jakob Halmer

Was kannst du tun?

Wie man sieht, sind alle LGBTQIA+ Mitglieder im Endeffekt auch nur „normale“ Menschen, die es verdient haben so zu behandelt werden wie jede*r Andere*r auch. Wenn du in Zukunft jemanden siehst, die / der aufgrund ihrer / seiner sexuellen Orientierung schlecht behandelt oder sogar diskriminiert wird, bitte halte dich nicht zurück und versuche, so gut es dir möglich ist, einzugreifen. Diskriminierung hat oft damit zu tun, dass Menschen sich nicht gut genug auskennen, nicht die gleiche Meinung vertreten oder mit sich selbst, und womöglich auch mit ihrer eigenen sexuellen Orientierung, unzufrieden sind. Wenn es die Situation zulässt, ist es hilfreich zu versuchen eine Konversation aufzubauen und der Ursache auf den Grund zu gehen.

Wenn du jemanden kennst, die / der selbst bei ihrer / seiner sexuellen Orientierung noch verunsichert ist, biete dein offenes Ohr an und versuche so viel Unterstützung wie möglich anzubieten. Wenn du dir selbst unsicher bist, finde eine Person der du vollkommen vertraust und sprich mit ihr darüber, das hilft dir im Normalfall selbst weiter und du bist nicht mehr so alleine mit deiner Unsicherheit.

„Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“ 

 

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