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Rassismus – Nein, Danke!

Allein in Österreich werden jährlich mehrere hundert rassistische Vorfälle gemeldet – die Tendenz ist steigend. Dabei bieten vor allem das Internet und die sozialen Plattformen eine Möglichkeit für diverse Beleidigungen und persönliche Angriffe. Der internationale Tag gegen Rassismus, welcher von den Vereinten Nationen stammt und Organisationen wie ZARA versuchen, gegen diese Vorfälle vorzugehen. Klammerauf will euch mithilfe von Interviews die Wichtigkeit und die verschiedenen Facetten dieses Themas näherbringen.

Rassismus ist kein modernes Phänomen, welches sich erst vor kurzem entwickelt hat. Rassismus gibt es schon seit es die Menschheit gibt und ist tief in ihr verwurzelt – diesen also ganz abzuschaffen wird somit nie wirklich funktionieren. Was man aber tun kann: jede*r einzelne kann selbst für mehr Offenheit und Toleranz gegenüber ihren und seinen Mitmenschen sorgen.

Kurzer Zahlen- und Faktencheck

Der alljährliche Report der österreichischen Organisation ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) zeigt, dass die meisten gemeldeten rassistischen Vorfälle im Internet stattfinden. Dieser Hass wird hauptsächlich über Kommentare verbreitet. 2018 wurden von ZARA rund 1920 rassistische Vorfälle bearbeitet. Im Jahr davor betrug die Zahl 1162. Diese rassistischen Vorfälle wurden hauptsächlich von Zeug*innen und nicht von den Betroffenen selbst gemeldet. 

Niemand wird mit dem Hass auf andere Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ethnischen Herkunft oder Religion geboren. Hass wird gelernt. Und wenn man Hass lernen kann, kann man auch lernen zu lieben. Denn Liebe ist ein viel natürlicheres Empfinden im Herzen eines Menschen als ihr Gegenteil.
Nelson Mandela

Viele Menschen sind auch von rassistischen Belästigungen betroffen. 2018 wurden davon 14 Prozent gemeldet. Aus dem ZARA Jahresreport 2018 zeigt sich außerdem, dass viele Betroffene der Meinung sind, dass Melden nichts ändert, solche Vorfälle ständig passieren und es außerdem zu bürokratisch und zeitaufwändig ist. Die Organisation selbst gibt es schon seit 1999 und seither setzen sie sich aktiv für Zivilcourage und eine rassismusfreie Gesellschaft in Österreich ein.

Vielfältige Meinungen und Einstellungen zu Rassismus

Obwohl Rassismus immer wieder thematisiert und aufgegriffen wird, rückt es in der Medienberichterstattung eher in den Hintergrund. Unsere Interviews haben gezeigt, dass den Befragten bewusst ist, dass Rassismus immer noch ein großes Problem darstellt, jedoch sind sie auch der Meinung, dass Rassismus zu wenig thematisiert wird. So zeigen beispielsweise der alljährliche Report der österreichischen Organisation ZARA und unsere Interviews/Audioaufnahmen zu Rassismus, dass vor allem Direkt-Betroffene die Vorfälle gar nicht melden.

 

 

Unsere Interviews haben gezeigt, dass die Beweggründe, einen Vorfall nicht zu melden, sehr vielfältig sind. Meist wissen die Direkt-Betroffenen gar nicht, wo man solche Vorfälle melden kann. Die Organisation ZARA setzt sich sehr stark für Anti-Rassismus-Arbeiten ein, jedoch zeigen die Interviews, dass die meisten Befragten ZARA lediglich mit der Modemarke in Verbindung bringen. Zum Thema Rassismus wird in den österreichischen Medien relativ selten offen berichtet. Somit wird der Anschein erweckt, dass dieses Thema nicht mehr zwingend aktuell ist. Jedoch gibt es immer noch viele Menschen, die von rassistischen Vorfällen betroffen sind. Das zeigen mitunter die Erkenntnisse aus den Interviews. Diese Vorfälle reichen von verbalen Angriffen wie Beschimpfungen bis hin zu körperlichen Übergriffen.  

Freunde von mir wurden beschimpft, blöd angeschaut, sogar einmal angespuckt wegen ihrem Kopftuch 
– Anonym, Studentin

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© Fauxels

Wir haben aber auch herausgefunden, dass die Befragten sich mehr Offenheit, Aufklärungsarbeit und Toleranz, insbesondere von den Medien, der Politik und den Mitmenschen wünschen. Um auf dieses Thema aufmerksam zu machen, wurde am 21. März 1961 von den Vereinten Nationen die Internationale Tage gegen Rassismus eingeführt, die jährlich im März stattfinden. Ziel hinter dieser Aktion ist es, den Rassismus weltweit zu bekämpfen und die Gesellschaft für die Problematik zu sensibilisieren.

Rassismus finden auf allen Ebenen statt und betrifft alle Gesellschaftsschichten. Trotz einiger Fortschritte in der Arbeitswelt und im Bildungssektor kommt es noch immer zu Diskriminierungen gegenüber Migrant*innen und Geflüchteten. Unser Appell: Geschlecht, sexuelle Orientierung, Hautfarbe, Herkunft, Religion und noch viel mehr, sollte keine Rolle spielen dürfen. Denn am Ende des Tages sind wir alle nur Menschen. Und am Ende des Tages haben alle unsere Schatten die gleiche Farbe!

 

Weitere Informationen und Anlaufstellen

Um rassistische Vorfälle aktiv zu bekämpfen, ist es wichtig, diese zu melden. Das kannst du beispielsweise bei der Organisation ZARA anonym tun. Zudem steht auch die Polizei als Anlaufstelle jederzeit zur Verfügung. 

Magdalena, die Sushi-süchtige Öberösterreicherin schreckt weder vor Regenwetter, ihrer Katzenallergie (Katze als Haustier) oder scharfem Essen dzurück. Ihre einzige Schwäche: Kapern und Thunfisch. Wenn sie nicht gerade ein Fritz-Cola genießt, kümmert sie sich liebevoll um ihre unzähligen Pflanzen, nur das manchmal mehr und manchmal leider eher weniger erfolgreich… Vorarlberger Sprachentalent. Lebt mit ihren zwei Schwestern in Wien. Als Katzen-Mama aufgewachsen, wünscht sich aber einen Hund. Liebt gutes Essen. Hasst Fischstäbchen. Hat als Kind davon geträumt Profi-Basketballerin zu werden.

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